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  • AutorenbildVictoria Rückert

Social Media für Unternehmen - Sinn oder Unsinn?

Aktualisiert: 21. Feb.

Ob die Bewirtschaftung von Social Media Kanälen Sinn macht für Ihr Unternehmen, hängt sehr von Ihrer Zielgruppe und dem Charakter Ihres Unternehmens ab. Für die meisten Unternehmen macht es Sinn, bei zwei bis vier Social-Media-Plattformen präsent zu sein. Doch nicht alle sozialen Medien passen auch zu Ihrem Auftritt. Und nicht alle funktionieren gleich gut für die Zielgruppe des Unternehmens.



Soziale Medien sind auf dem Smartphone immer dabei
Social-Media-Marketing für Unternehmen

Soziale Medien und B2B-Unternehmen

B2B-Unternehmen sind mit einer Facebook-Page und einem LinkedIn-Profil in der Regel schon gut gerüstet. Facebook wird Ihnen nicht die grossen Aufträge bringen, hier geht es mehr darum gesehen zu werden und Ihren Markenauftritt zu unterstützen. Eventuell machen auch Werbekampagnen Sinn, was ein Facebook-Profil unabdingbar macht. LinkedIn und Xing hingegen spielen eine wichtige Rolle im Employer Branding und je nachdem in welcher Branche Sie tätig sind, können diese Berufsnetzwerke für Ihre Rekrutierungseinheit wichtige Kanäle sein. Bei allen erwähnten Plattformen ist der Aufbau einer Community die Kür. Nur mit Likes von Arbeitnehmenden und bestehenden Kunden werden Sie diese Community nicht aufbauen können und wollen. Hier ist der Einsatz von barem Geld unumgänglich um Werbekampagnen einzusetzen und damit Follower zu sammeln für Ihre Profile. Noch besser aber auch langwieriger und einiges teurer: Gutes Content Marketing, gekoppelt mit sinnvollem Influencer Marketing. Dazu gleich mehr.


Plattformen & Marktplätze

Was per Definition kein soziales Medium ist, jedoch irgendwie auch in diese Sparte gehört: Plattformen wie WLW (Wer liefert was), etsy oder andere Portale, auf denen ein Unternehmensprofil erstellt werden kann und Sie Ihre Produkte anbieten können. Oftmals helfen diese Webseiten auch bei der Backlink-Bildung und geben die Möglichkeit, Ihre Marke so darzustellen, wie Sie es wünschen. Wichtig auch hier: Integrierte Kommunikation und somit ein konsistenter Brand-Auftritt.


B2C und Social Media - Snapchat, Instagram, Pinterest, Twitter und Facebook?

Im B2C-Markt ist es in erster Linie abhängig von der Branche, in der das Unternehmen tätig ist sowie der Zielgruppe, die angesprochen werden soll. So werden professionelle Bilder von Möbeln, Blumen oder Menschen auf Instagram und Pinterest gerne geliked, wohingegen das Sichtbar-Machen einer Dienstleistung oder eines abstrakten Produktes weitaus schwieriger ist. Nicht jedes Unternehmen muss auf Instagram vertreten sein, denn nicht jedes Produkt und nicht jede Geschichte eignet sich für Instagram. Die registrierten Benutzer bei Facebook sind nach wie vor in Millionenhöhe, doch wird in der täglichen Nutzung oft Instagram favorisiert. Somit nutzen täglich mehr Menschen Instagram als Facebook, was wiederum sehr für Instagram spricht.


Wichtig bei der Entscheidung, welche Social-Media-Plattformen genutzt werden sollten, sind folgende Faktoren:

  • Zielgruppe

  • Produkt

  • Charakter des Unternehmens (der Brand!)


Erst wenn diese drei Punkte klar sind, kann entschieden werden, welche sozialen Medien für dieses Unternehmen relevant sind.


Instagram-Nutzer sind älter geworden

Das Durchschnittsalter der Instagram-Nutzer ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. War es früher das Medium für junge und jugendliche Nutzer, ist es heute das Alltagsmedium für Menschen zwischen 25 und 35 Jahren.


Pinterest ist interessant, um Ideen als Heimwerker oder Künstler zu sammeln - daher sollte hier der Fokus auf nutzbare Inhalte liegen. Ein Farbenhändler täte gut daran auf Pinterest vertreten zu sein. Mit Gestaltungsideen und Do-It-Yourself-Anleitungen könnte er hier genau die Heimwerker-Zielgruppe ansprechen, die seine Farben kaufen würden.


Snapchat hingegen ist nach wie vor das Medium junger und jugendlicher Nutzer. Auch hier kann es durchaus Sinn machen, kreative und gut geplante Kampagnen auszurollen.


TikTok, das Enfant Terrible unter den sozialen Medien, ist immer mal wieder in den Schlagzeilen aufgrund von missachteten Datenschutzgesetzen. Nichtsdestotrotz hat das chinesische App einen Sonderplatz eingenommen untern den sozialen Medien und bietet für Unternehmen durchaus attraktive Möglichkeiten um den Brand aufzubauen oder Produkte zu platzieren.


Twitter spielt in der Schweiz eine interessante Nebenrolle. Der Dienst wird nach wie vor genutzt, da es jedoch mehr um textlastige Inhalte geht, sollten die Botschaften in kurzen Worten vermittelbar sein. Im Bildungsbereich, Tech- und IT-Bereich gibt es spannende Möglichkeiten mit einem Twitter-Account seine Marke zu stärken und in branchenrelevanten Diskussionen mitzuwirken.


Die Social-Media-Strategie

Ihr Unternehmen verfolgt festgelegte Ziele - dies können Verkaufsziele sein oder die erfolgreiche Neueröffnung weiterer Filialen. Auch Ihre Kommunikations- und Marketingabteilung sollte Ziele verfolgen und die Erreichung dieser laufend kontrollieren mit - unter anderem - Social Media Monitoring. Auch das, was Sie in den sozialen Netzwerken posten, sollte zielorientiert sein. Hier hilft es den Tone of Voice (die Unternehmenstonalität), die Frequenz und die ungefähren Inhalte und Themen vorgängig festzulegen. Auch das Budget wird festgelegt. Denn Inhalte für die sozialen Medien herzustellen, kostet Zeit und somit Geld - ganz abgesehen davon, dass Sie vermutlich auch die eine oder andere Kampagne auf Facebook, Instagram und LinkedIn fahren müssen, um die gewünschte Reichweite zu erhalten. Nichts ist gratis, auch Inhouse-Inhalte kosten Geld.


Der Redaktionsplan - das Herz des Social-Media-Management

Wenn die ungefähren Inhalte und Themen stehen, wird festgelegt wann was und wo geposted wird. Wenn Sie das nicht festlegen, dann werden Sie auch nichts bis wenig posten. Sind keine fixen Daten für bestimmte Themen festgelegt, dann werden die Posts auf morgen verschoben. Oder nächste Woche. Und schon herrscht auf Ihren Kanälen Funkstille. Wichtiges Element eines erfolgreichen Social Media Managements ist es jedoch, regelmässig von sich hören zu lassen. Dies kann alle zwei Wochen oder täglich sein. Hauptsache sie lassen den Kanal und diese Möglichkeit mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten nicht einschlafen.


Influencer-Marketing - Muss das sein?

Die Antwort ist kurz und klar: Ja. Gerade im Bereich Beauty, Reisen, Sport und Mode ist Influencer Marketing nicht mehr aus dem Marketingplan wegzudenken. Estée Lauder gab gemäss eigenen Angaben 75 % des Werbebudgets für Influencer Marketing aus (Stand 2019). Auch viele kleine und mittlere Unternehmen setzen mittlerweile zu recht auf Influencer Marketing. Es wird zu unrecht von vielen Unternehmen nicht ernst genommen oder erst gar nicht in Erwägung gezogen, dabei haben gerade Werbebotschaften, die nicht sofort als solche erkannt werden, oftmals die besseren Chancen, überhaupt zum potenziellen Kunden durchzudringen. Auch hier ist es wichtig zu analysieren, ob eine Zusammenarbeit mit Influencern Sinn macht. Nicht jedes Produkt und jede Marke eignet sich hierzu. Und nicht immer sind passende Influencer bereit, für das Produkt zu werben.


Social Media als Kern Ihres Digital Marketing

Die sozialen Medien sind ein wichtiger Teil unseres Alltags geworden. Fast die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer verbringt mehr als eine Stunde täglich in den sozialen Medien. Diese Chance mit Ihren zukünftigen Kunden in Kontakt zu treten, sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

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